Langheimer Amtshof in Kulmbach

Langheimer Amtshof mit Rotem Turm in Kulmbach

Über 600 Jahre reicht die Geschichte des "Langheimer Amtshofs" zurück, in dessen Gebäuden die Akademie für Neue Medien untergebracht ist.

Das Zisterzienser-Kloster Langheim bei Lichtenfels besaß im 14. Jahrhundert Ländereien in mehr als dreihundert Ortschaften in Ober- und Mittelfranken. Schon 1331 wurde deshalb die Verwaltung der Güter im Kulmbacher Land in den so genannten Kloster- oder Mönchshof der Katharinenkapelle unterhalb der Plassenburg verlegt.

Die heutigen Gebäude entstanden gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Nach den Plänen Leonhard Dietzenhofers wurde die Anlage bedeutend erweitert und umgestaltet. Es entstanden eine klösterliche Amtskanzlei, Wohnungen für das Verwaltungspersonal und große Getreidespeicher.

Als das Kloster Langheim 1802 durch einen Brand zerstört wurde, fiel der Amtshof an Preußen. Ab 1803 diente er als Rentamt, später war er bis 1965 das "romantischste Finanzamt Deutschlands". Danach blieb er bis Mitte der achtziger Jahre ungenutzt.

Heute beherbergt er neben der Akademie für Neue Medien noch eine Berufsfachschule für Pharmazeutisch-Technische Assistenten sowie zwei Forschungsstellen der Universität Bayreuth für Raumplanung bzw. Personalwesen.

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