02.11.2017

von B° RB

Faszination im Miniatur-Wunderland Kulmbachs

Zinnfiguren üben seit jeher eine besondere Faszination aus: Als "Lernspielzeug" sollten sie zunächst Kindern die "große weite Welt" näherbringen

Elefanten im Miniatur-Wunderland

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts trat die Zinnfigur ihren Siegeszug in die Kinderzimmer an und war so beliebt wie heute etwa Lego oder Playmobil. Nach dem Ersten Weltkrieg erhielt das Spielzeug „Zinnfigur“ eine neue Rolle. Die Figuren wurden realistischer gestaltet und Erwachsene begannen „kulturhistorische Zinnfiguren“ zu sammeln. Damit sollte die Weltgeschichte möglichst exakt dargestellt und an die jeweilige Generation weitergegeben werden. Genau in dieser Zeit ist das Deutsche Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg Kulmbach entstanden, das heute über 300.000 Einzelfiguren ein Zuhause bietet. Das ist weltweit einmalig! Und erstrecht einmalig ist das gegenwärtig größte dreidimensionale Schaubild der Welt, das es mit über 19.300 einzelnen kleinen Figuren ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft hat! 

„Um alles ausführlich zu betrachten, müsste man zwei Wochen im Museum verbringen“, verrät uns Andrea Müller, Gästeführerin auf der Kulmbacher Plassenburg. „Ich möchte das Auge des Betrachters auf ganz besondere Schätze lenken und zeigen, dass von einer Zeitreise durch die beeindruckende Welt der Zinnfiguren auch heute noch eine besondere Faszination ausgeht“. „Es gibt nichts, was es nicht auch in Zinn gibt - wie wahr dieser Spruch ist zeigt eindrucksvoll unser Deutsches Zinnfigurenmuseum auf der Plassenburg. Epochen der Weltgeschichte werden en miniature zum Leben erweckt. Die tolle Vielfalt an Szenen und Geschichten, die diese kleinen Figuren erzählen, ist wirklich beeindruckend. Die Besucher können sich also auf abwechslungsreiche und interessante Führungen freuen", so OB Henry Schramm. 

Wer Kulmbachs beliebteste Sehenswürdigkeit einmal gemeinsam mit Andrea Müller besuchen möchte, der hat an folgenden Terminen Gelegenheit dazu: 

Sonntag, 05.11.2017

Sonntag, 03.12.2017

Samstag, 30.12.2017

Los geht´s jeweils um 14.30 Uhr an der Museumskasse auf der Plassenburg. Die Tour dauert ca. eine Stunde und kostet 4,00 Euro für Erwachsene, 3,00 Euro für Rentner oder Schwerbehinderte (Eintritt inkl. Führung), Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen kostenlos mitgehen. Bezahlt wird direkt vor Ort an der Museumskasse. 

Erreichbarkeit der Burg:

In den Wintermonaten sind die Zufahrt zur Plassenburg und das Parken in den gekennzeichneten Flächen im unteren Burghof (Kasernenhof) für Pkw erlaubt. Die Parkplätze sind kostenlos. Über einen kurzen Fußweg gelangt man in den oberen Burghof, (dem sogenannten „Schönen Hof“) zur Museumskasse. 

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