10.05.2018

von B° RB

Die Plassenburg und der Dreißigjährige Krieg

Sonderausstellung im Museum "Die Hohenzollern in Franken" auf der Plassenburg in Kulmbach. 13. Mai 2018 bis 30. April 2019

Federzeichnung der Plassenburg aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, Reproduktion aus MS 102 B der Bibliothek des Historischen Vereins für Oberfranken in Bayreuth

Kaum ein anderer Krieg – mit Ausnahme der Kriegskatastrophen des 20. Jahrhunderts – erschütterte Deutschland mit so drastischen und langanhaltenden Folgen, wie der Dreißigjährige Krieg. Der vordergründig zwischen den Konfessionen ausgetragene Konflikt entwickelte sich schon bald zu einem Machtkampf zwischen den politischen Blöcken Europas. 

Die Plassenburg war die Landesfestung des Fürstentums Brandenburg-Kulmbach und eine wichtige Residenz der Hohenzollern. Seit 1603 regierte Markgraf Christian. Dieser war, obgleich er zu den Mitbegründern der Evangelischen Union zählt, auf eine diplomatische Lösung der Konflikte bedacht und bewahrte seinem Land bis 1631 die Neutralität. Von 1631 bis 1635 zählte er dann selbst zu den kriegführenden Parteien. In diesen Jahren wurde sein Land von der ganzen Härte des Krieges getroffen. 

Die kleine, in den Markgrafenzimmern der Plassenburg gezeigte Ausstellung stellt dem Besucher verschiedene Persönlichkeiten und Ereignisse aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges vor und wirft Streiflichter auf die Rolle, die die Plassenburg in jener schrecklichen Zeit spielte. 

Zu sehen ist die von der Schlösserverwaltung organisierte Ausstellung vom Internationalen Museumstag (13. Mai 2018) bis zum 30. April 2019 im Rahmen eines Besuchs in den staatlichen Sammlungen auf der Plassenburg ob Kulmbach. Die Ausstellung ist im Eintrittspreis enthalten. Erwachsene zahlen 4,50 Euro/ermäßigt 3,40 Euro. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren haben freien Eintritt in allen Häusern der Bayerischen Schlösserverwaltung. 

Zu der Ausstellung werden Sonderführungen angeboten. Öffentliche Sonderführungen finden am 13. Mai, 03. Juni und 02. September um jeweils 14.15 Uhr statt. Eine Voranmeldung ist nicht nötig. Gruppen können Sonderführungen durch die Ausstellungen unter 09221 8220-0 buchen. 

Die Bayerische Schlösserverwaltung

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen ist eine der traditionsreichsten Verwaltungen des Freistaates Bayern. Als Hofverwaltung der Kurfürsten und der Könige entstanden, ist sie heute mit 45 Schlössern, Burgen und Residenzen sowie weiteren Baudenkmälern einer der größten staatlichen Museumsträger in Deutschland. Dazu kommt noch ein ganz besonderes geschichtliches Erbe: die vielen prachtvollen Hofgärten, Schlossparks, Gartenanlagen und Seen. Die einzigartigen Ensembles europäischer Architektur gepaart mit reichhaltiger künstlerischer Ausstattung ziehen jährlich über fünf Millionen Besucher aus aller Welt an. 

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