20.02.2019

von B° RB

Mitgliederausstellung

Ausstellung "7 aus dem Verein". Thema: "Knoten", vom 22. Februar bis 28. April 2019

Kulmbacher Badhaus mit Knoten von Dagmar Venus

Vom 22. Februar bis 28. April 2019 präsentieren sieben Mitglieder des Kunstverein Kulmbach e.V. ihre Werke unter dem Thema "Knoten". im Historischen Badhaus sowie in der Oberen Stadtgalerie.

Fakten
Ausstellungsdauer: 22. Februar – 28. April 2019

Die beliebte Ausstellungsreihe "7 aus dem Verein" des Kunstverein Kulmbach e.V. eröffnet das künstlerische Programm für Kulmbach im Jahr 2019. Sieben aktive Mitglieder, neben Profis auch semiprofessionelle Künstler und Einsteiger, probieren sich zum Thema "Knoten". aus. In einer spannenden Zusammenstellung zeigen sie ihre zum Teil extra für diese Ausstellung erarbeiteten Werke. Die Künstler gehen dabei ganz unterschiedlich an das Thema heran – es wird mit Formen, Linien, Farben sowie mit unterschiedlichen Materialien und Techniken gespielt. Das lässt viel Raum zu Interpretation zu: Knoten schwingen zwischen Spannung und Auflösung. Ein Netz aus Knoten kann sehr filigran sein, kann aber sehr viel aushalten oder tragen. Knoten können verhindern, behindern, verbinden, ineinanderfließen lassen.

So nähert sich Claudia Hölzel dem Thema mit neuen textilen Arbeiten an. Herbert SAX Baerlocher und Christiana Sieben konzentrieren sich auf das Spiel mit Farben und deren Spannungsfeld. Natalia Plietsch setzt in ihren Bildern Städte als Knotenpunkte geschichtlicher, gesellschaftlicher oder religiöser Zentren in Szene. Die Ausstellung verspricht eine reizvolle Entdeckungsreise ungeahnter Kräfte!

Die Vernissage mit musikalischer Umrahmung von Karsten Friedrich findet am Freitag, den 22. Februar 2019 um 19 Uhr im Historischen Badhaus in Kulmbach statt. 

Herbert SAX Baerlocher (Mistelgau-Obernsees) wächst in Basel auf. Nach Studienaufenthalten in Bern und Florenz entstehen in Kyôto, Japan, erste autodidaktische Gouachebilder. Hier erlernt SAX fernöstliche Tuschepinseltechniken, die bis heute sein Werk prägen. Seine Bilder sind von klar abgegrenzten, geometrischen Formen und leuchtenden Farben beherrscht. Seine Kompositionen halten die Balance zwischen vager Unbestimmtheit und präziser Definition.

Die Zeichnungen von Joachim AN O Feulner (Stadtsteinach) sowie Bilder aus selbsthergestellter Eitempera auf Zeichenpapier oder Sperrholzplatten zeugen von der Experimentierfreude des Architekten.

Die mehrfach ausgezeichnete Textilkünstlerin Claudia Hölzel (Schauenstein) wuchs in Freiburg auf und setzt auf die emotionale Kraft der Farbe und die Faszination des textilen Werkstoffs. In dem Thema „Knoten“ sieht sie Zäsur-Momente in ihrem Leben: Begegnungen, bei denen sich unsere Lebenslinie mit einer anderen unentwirrbar verknotet oder Ereignisse, die uns aus der Bahn werfen, Veränderungen bewirken und uns in eine neue Richtung führen. In ihrer Werkserie stellt Hölzel diese Reflexionen in Wandreliefs aus gefaltetem Stoff dar. 

Die diplomierte Industriedesignerin Natalia Plietsch (Bayreuth) gestaltet leidenschaftlich ihre Werke auf Seide oder Baumwolle; so entstanden zahlreiche Pannos und Bilderserien. Parallel malt die gebürtige Moskauerin auch gerne in den klassischen Techniken wie Öl, Tempera, Acryl und Aquarell. In der aktuellen Ausstellung widmet sie sich auf großformatigen Batiken Israel als Knotenpunkt für religiöse und politische Konflikte. Zu sehen sind Jerusalem und Kapernaum. 

In Forchheim geboren, macht Veronika Riedel (Aufseß) eine Ausbildung zur Scheibentöpferin und arbeitet heute als freischaffende Künstlerin. Für sie verbindet ein Knoten, verstärkt etwas und fügt lose Enden erst zusammen. Er beschreibt die Veränderung einer Ordnung, wobei es durchaus zu Verwirrungen und pathologischen Veränderungen kommen kann. In jedem Fall unterbricht der Knoten eine Linie, ein Band oder fließende Strukturen und erzeugt im besten Fall eine Neuordnung. In ihren Porzellanarbeiten beschäftigt sich Riedel mit dem Knoten als Schnittstelle zwischen dem Davor und Danach. Die Auseinandersetzung mit der Gestalt eines Knotens an sich ist für die Künstlerin ein einziges großes Experimentierfeld.

Oberfläche und Struktur sind der Schwerpunkt in der Malerei von Christiana Sieben (Gundelsheim): Ihre Bilder bauen sich aus vielen Farb- und Materialschichten auf, die eine spannende haptische Qualität aufweisen. Sie verarbeitet selbsthergestellte Pasten aus Kreiden und Steinmehlen oder Sumpfkalk, klebt Papiere und Collagematerial ein, verwendet Pigmente und/oder Acrylfarben und bevorzugt einen expressiven Malauftrag vornehmlich mit dem Spachtel. Für Sieben treffen an einem Knotenpunkt Linien und Leitungen zusammen oder verzweigen sich. Knotenpunkte entstehen durch Verflechtung, Vernetzung, Verdichtung, Verknüpfung und Überschneidung. Aufbau, Baupläne und Bauprinzip stellt sie in den Mittelpunkt ihrer bildnerischen Arbeit. Durch die Reduzierung auf das Ordnungsprinzip ist eine abstrakte Bildreihe entstanden, die zahlreiche Interpretationen durch den Betrachter zulässt. 

Dagmar Venus (Paderborn) studierte unter anderem Architektur in München, Köln und Paderborn. Sie ist heute als freie künstlerische Fotografin und Mediendesignerin tätig.

Vernissage: Fr, 22. Februar 2019 um 19 Uhr 


Öffnungszeiten: Historisches Badhaus: Fr - So | 13 - 17 Uhr & Obere Stadtgalerie Sa & So | 13 – 16 Uhr

Veranstaltungsorte: Historisches Badhaus Kulmbach, Oberhacken 34, 95326 Kulmbach & Obere Stadtgalerie des Kunstverein Kulmbach e.V., Obere Stadt 10, 95326 Kulmbach
Veranstalter: Kunstverein Kulmbach e.V.

Mit freundlicher Unterstützung von: Stadt Kulmbach, Karl Geyer GmbH

Künstler:

Herbert SAX Baerlocher (Malerei) | Joachim Feulner (Zeichnung & Eitempera) | Claudia Hölzel (Textile Kunst) | Natalia Plietsch (Batik) | Veronika Riedel (Porzellanobjekt) | Christiana Sieben (Monotypie & Mischtechnik) | Dagmar Venus (Fotografie)

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